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Moschee-Frauen im Walddörfer Sportverein Moschee-Frauen im Walddörfer Sportverein
Moschee-Frauen im Walddörfer Sportverein

Willkommen im Sport - Kooperationprojekt mit einer Moschee

Seit Mai findet im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit einer Moschee in Wandsbek jeden Mittwoch ein Sportangebot für Frauen im Walddörfer Sportverein statt. Bislang nehmen 10 Frauen aus der Moschee regelmäßig an diesem Projekt teil. Die Gruppe ist auch für andere Frauen offen. Das Projekt wurde vom Hamburger Sportbund innerhalb des Programms Willkommen im Sport zum Projekt des Monats gewählt.

Die Kooperation entstand über Ali Reza Hassanzadeh, der seit April als Praktikant im Verein tätig ist und ab 01.08.2017 die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann im Verein startet. Er ist selbst vor vier Jahren aus Afghanistan geflüchtet und unterstützt unseren Ingetrationsbeauftragten Thorsten Schubert bei seiner Arbeit. In seiner Moschee hatte er nachgefragt, ob nicht jemand Lust hat Sport im Verein zu treiben. Erstaunlicherweise meldeten sich ein paar Frauen und so entstand eine Art Kooperation zwischen Verein und Moschee.


Die Frauen stammen größtenteils aus Afghanistan und sind vor dem Krieg  geflüchtet. Sport zu treiben, war dort für sie unmöglich. Anne Freese, die Trainerin, bietet ein niedrigschwelliges Angebot für Frauen ohne Sporterfahrung. Das bedeutet: einfache statische und mobile Übungen nur mit dem eigenen Körpergewicht. Viele  der hauptsächlich älteren Frauen leiden unter  Bluthochdruck, Diabetes oder Arthrose. Die Übungen verhelfen zu mehr Beweglichkeit und Wohlbefinden und bedeuten für die Frauen außerdem eine  Art Freiheit.


Der Sport findet in jeden Mittwoch von 11 bis 12 Uhr im Gym 4 des Walddörfer Sportvereins statt. An der Tür steht „Bitte nicht stören!“, denn trainiert wird ohne Kopftuch. Grundsätzlich ist die Gruppe aber offen für Alle, denn das Motto des Vereins ist es: Gemeinsam Sport zu treiben verbindet und überwindet Grenzen von Sprache, Herkunft und Kultur.

Artikel HSB