Im Line Dance gibt es verschiedene Level, in denen man trainieren kann. Allen Leveln ist gemeinsam, dass sie sich mit der Zeit in der Anforderung an die Tänzer steigern. z.B. fange ich eine Beginner-Klasse am „richtigen“ Anfang an, kann ich davon ausgehen, dass alle anderen auch mutig und viel lernen müssen. Beginne ich einige Wochen später, muss ich mich anstrengen, um den Tänzen zu folgen. Steige ich Monate später in den Kurs ein, ist Willen und Eigeninitiative gefragt, um auf den Trainingstand der andere zu kommen. Aus eigner Erfahrung wissen wir, dass das alles nicht unmöglich ist, aber von jedem selber auch abhängt.
Ein Trainer hat es immer schwer alle Anforderungen zu erfüllen. Wenn man die einen zu stark fördert, langweilen sich die anderen. Geht man zu schnell vorwärts, frustriert es die schwächeren Tänzer. Man kann das ausbalancieren, aber es wird nicht immer für alle funktionieren.
Auch bei den weiterführenden Kursen gilt: Die Steigerung ist vorprogrammiert. Wenn nicht in der Schwierigkeit der Tänze, dann in der Anzahl der bekannten Tänze, die vorausgesetzt wird. Kurse unterscheiden sich meistens in: Ultra-Beginner (sehr selten), Beginner, Intermediate, Advanced.
Auf jeder Stufe des Könnens gibt es auch die passenden Tänze. Aber auch hier gilt, der eine hat es leichter und der andere schwerer bestimmten Tänzen zu folgen. Auch bei den Tänzen findet sich die oben erwähnte Einteilung: Ultra-Beginner, Beginner, Intermediate, Advanced. Da die Choreographen die Einstufung selber festlegen können, gibt es in den Anspruchsebenen wiederum starke Unterschiede.
Um es etwas verwirrend zu erklären: Nach einem Jahr kann man immer noch von einem Beginner-Kurs sprechen, da vorwiegend Beginner-Tänze gelernt werden. Das heißt aber mitnichten, dass alle Tänzer im Kurs wirklich erst angefangen haben. Die Lerngeschwindigkeit ist sehr wahrscheinlich schon etwas höher als am Anfang. „Wirkliche“ Beginner-Kurse gibt es in Hamburg selten.
Im Line Dance gibt es zig-tausend Choreographien. Bei einem Line Dance Event ist es nicht ungewöhnlich, wenn an einem Abend 100 verschiedene Tänze gespielt werden. Auch hier ist es eine richtige Aufgabe „seine“ Events zu finden.
Line Dance führt einen irgendwann in „seine“ passende Gruppe. Hier spielen viele Faktoren eine Rolle. Line Dance Gruppen können sich z.B. in folgenden Punkten unterscheiden: Geschwindigkeit Tänze zu lernen, Musikgeschmack, Schwierigkeit der Tänze, Trainingsmethoden, Altersdurchschnitt, Zusammenhalt, Event-Besuchsdrang, ja auch Wettbewerbe und Tanzsportabzeichen-Jünger gibt es. Es kann etwas mühsam sein, seine Gruppe zu finden, aber Probetrainings sind überall willkommen und meistens wird man auch sehr nett aufgenommen. Die Trainer können sicherlich Tipps bei besonderen Vorlieben geben.
How to Line Dance Party?
Wer noch nie auf einer Line Dance Party war, wird einige Dinge merkwürdig finden. Um Eure Integration in das Merkwürdige zu beschleunigen, versuchen wir ein paar Eckpunkte zu erläutern.
Ankunft
Am Anfang gibt es viel Geschnatter und der erste Tanz kommt immer überraschend. Anders als bei den gewohnten Buben-Madle-Tanzabenden ist die Tanzfläche vom ersten Tanz an gut gefüllt.
Aufstellen
Überwiegend wird bemerkt worden sein, dass unsere Tanzart Line Dance heißt. Der Name ist Programm. Wenn Ihr vor oder neben Euch niemanden seht, könntet Ihr eine eigene Reihe sein und falsch stehen. Jedenfalls solange, wie sich niemand für Eure Reihe findet. Abstände bitte tanzbar halten. Diskussionsgruppen und Trinkspiele auf der Tanzfläche sind üblicherweise nicht so gut angesehen.
Musik
Bei uns handelt es sich überwiegend um „Modern“ Country. Die Titel sind handelsüblich knapp über 3Minuten lang.
Reihenfolge der Tänze
Es gibt verschiedene Arten von Partygestaltung (bei Fragen bitte melden). Wir arbeiten dieses Mal mit einer Tanzliste. Allen Partys gemeinsam ist, dass es mehr Wünsche als Zeit gibt. Wenn dann auch noch andere Gruppen im Haus sind, die auch noch andere Musikgenres als Favoriten haben, wird es meist etwas komplizierter. Letzteres trifft auf uns noch nicht zu, aber viele Tänze für wenig Zeit haben wir trotzdem vor uns. Folgt bitte der Tanzliste. Manche Tänze werden nochmal angesagt, aber sonst wird die Musik zügig „abgearbeitet“.
Beginn der Tänze
Je nach Persönlichkeit bin ich mehr abgelenkt oder muss mehr Unterhaltungen anfangen. Was schön im Allgemeinen und Sinne von Zusammenkünften ist, macht das Aufstellen zum Tanzen etwas schwieriger. Wenn die Musik läuft, gibt es kein Zurück. Wer weiß, dass er langsam ist, muss die Tanzliste schön im Auge behalten und frühzeitig losgehen, oder sich später einreihen können. Die Tanzliste ermöglicht Lücken für die persönliche Wartung zu finden und bei guter Planung doch nicht den Lieblingstanz zu verpassen.
Unsicherheit zu den Tänzen
Trotzdem versuchen. Der Kopf speichert unbewusst mehr als man denkt. Die Musik hilft verschüttetes Wissen freizulegen. Sollte das nach einigen Runden noch nicht passiert sein, kann man sich immer noch umentscheiden. Kaum jemand kann Tänze, alle Tänze perfekt hinter sich bringen. Macht Euch keinen Stress deswegen. Helft Eurem Nachbarn, wenn er/sie das möchte. Richtungsanzeigen, Stichworte sind für viele hilfreich, für andere aber auch nicht. Bei größeren Partys haben wir auch schon Pöbler „gegen Falschtanzen“ erlebt, das ist allerdings sehr selten. Versucht Euch so aufzustellen, dass Ihr niemanden behindert, beim Tanzen oder der Flucht. Das sollte überwiegend klappen und Ihr kennt das vom Training.
Beginn eines Tanzes
Spannendes Thema. Abgesehen vom Einsatz gibt es auch immer wieder das Problem des Vergessens der ersten Schritte. Lösung: Fragt Euren Nachbar. Irgendjemand weiß es.
Höflichkeit im Gespräch
Die Grundregeln gelten auch beim LD. Allerdings gibt es eine Besonderheit: Wenn der „richtige“ Titel gespielt wird, springt ein Line Dancer auf. Das Gespräch wird mitten im Satz beendet. Es kommt dann auf die Erinnerungskapazität an, ob das Gespräch genau an der Stelle fortgesetzt werden kann, alles von vorne besprochen werden muss oder gleich was Neues versucht wird.
Persönliche Entwicklung
Jeder hat bestimmte Vorlieben und Fähigkeiten. Das trifft auch auf die Tänze zu. Tanzpartys sind eine gute Quelle für Inspiration. Schreibt Euch auf, was Ihr mögt. Seid nicht frustriert, wenn das Blatt voller ist, als Eure Lust oder der Kalender zulassen. Viel müsste man dann selber üben, einiges taucht sicher auch im Training auf. Versucht Tänze zu machen, die bei Partys getanzt werden (schwieriges Forschungsgebiet) oder wenigstens viele Leute in Eurer Gruppe tanzen können.
Schuhwerk
Auch wenn im Schuhkarton von gestern was ganz tolles war: Widersteht! Es findet keine Bewertung à la Shopping Queen statt – na ja ein wenig, aber trotzdem..... Ihr kennt das Training, bei einer Party wird aber mehr durchgetanzt. D.h. es gibt keine langen Stehpausen und Eure Schrittzähler sollten explodieren. Das Scheuern neuer Schuhe, Stiefel stört dabei nur. Wer Stiefelhinweise braucht: Bitte fragen. Ja, auch dabei kann einiges schief gehen.
Schwitzen
Man staune, aber ja, das passiert. Bei Tanzveranstaltungen sieht man dann verschiedene Techniken: Schwitztücher von Hightech bis Handtuch, Nichttanzen, Fächer, Hüte und Caps.